100 Jahre Jeetzeltalbahn: Sonderfahrten zum Jubiläum

Lüchow-Dannenbergs Anschluss an die weite Welt feiert sein 100-jähriges
Für den größeren Teil der Bevölkerung Lüchow-Dannenbergs blieb die Eisenbahn Anfang des vergangenen Jahrhunderts schwer erreichbar. Erst im Jahre 1911 fuhr der erste Zug zwischen Dannenberg und Lüchow. Die Dörfer an der neuen Bahnstrecke entwickelten sich rasch zu kleinen Wirtschaftszentren. Mit der Grenzziehung 1945 verlor die Jeetzeltalbahn rasch an Bedeutung, weil die Anbindung nach Salzwedel fehlte. Bis Mitte der 70er Jahre werden mit Ausnahme der Strecke Dannenberg-Hitzacker-Lüneburg alle Bahnstrecken in der Region für den Personenverkehr stillgelegt: am 30. 05. 1975 endet der Reisezugverkehr auf den Strecken Uelzen - Dannenberg Ost und Dannenberg Ost – Lüchow.
Auf Inititative des Fahgast-Rates Wendland e.V. und des Fördervereins Ostheide-Elbe-Bahn e.V. gab es am Wochenende 17./18. September 2011 endlich wieder Betrieb auf der Strecke: Zwischen Dannenberg und Lüchow pendelten zwei moderne Nahverkehrstriebwagen des Typs "Regioshuttle".



Auf der Ostheide-Elbe-Bahn Uelzen-Dannenberg hingegen ist noch kein Zugverkehr in Sicht. Die Strecke ist nach wie vor akut von der Entwidmung bedroht:
Wie geht es weiter mit der Ostheide-Elbe-Bahn ?Leider haben, im Gegensatz zur Stadt und zum Landkreis Uelzen, dem Landkreis Lüchow-Dannenberg und den Gemeinden im Landkreis Lüchow-Dannenberg, die Gemeinden Stoetze und Oetzen im Landkreis Uelzen die Bedeutung der Bahnstrecke für ihre Bürger und die gesamte Region noch nicht erkannt: sie betreiben ein Entwidmungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt, um die Bahnflächen bebauen zu können. Und das, obwohl mit der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE) ein Infrastrukturbetreiber Interesse an dieser Bahnstrecke angemeldet hat. Alle Gemeinden an der Strecke im Landkreis Lüchow-Dannenberg und die Stadt Uelzen haben sich gegenüber dem Eisenbahnbundesamt, Außenstelle Hanover, für den Erhalt der Bahntrasse und die Wiederaufnahme des Schienenverkehrs ausgesprochen, und zahlreiche Güterverkehrskunden haben ihr Interesse bekundet. Jetzt gilt es, auch das Eisenbahnbundesamt in Bonn zu überzeugen. Gegen den Freistellungsbescheid des Eisebahnbundesamtes sind dort acht Widersprüche eingegangen, die jetzt, jeder für sich, bearbeitet werden. Die DRE hat bereits eine Ablehnung ihres Widerspruchs erhalten. Dagegen werden die DRE, die Stadt Uelzen und einige Gemeinden gemeinsam Klage beim Verwaltungsgericht einreichen - mit Aussicht auf Erfolg: Inzwischen gibt es einen Automobilzulieferer, der sich in Zernien niederlassen und 230 Arbeitspltze schaffen will. Die gesamte Logistik soll mit der Bahn erfolgen, was eine Reaktivierung der Bahnstrecke Uelzen-Dannenberg erforderlich machen würde. Wir bleiben dran und bedanken uns für den großen Rückhalt, den wir in den Gemeinden entlang der Bahnstrecke erfahren.
NDR 1 Niedersachsen berichtete mit der Sendung "Jetzt reicht's" über die drohende Entwidmung.
Mehr Informationen und die Sendung zum Nachhören finden Sie auf den Seiten des NDR
Sat.1 Regional 17:30 dreht an der Ostheide-Elbe-Bahn
Ein Team von Sat.1 hat jetzt in Dannenberg, Zernien, Pudripp, Stoetze und Weste Bahnhof für einen Beitarg zur Entwidmung der Bahnstrecke Uelzen-Dannenberg gedreht. Der Fernsehbeitrag lief am am Montag, 4. April in Sat.1 Regional und kann hier noch einmal angesehen werden

Da muss unsere Leistung im Ausland etwas in den Hintergrund treten:
Wir waren erfolgreich beim wohl verrücktesten Draisinenrennen der Welt in Wien!
Am Sonntag, 13. März 2011 startete ein Team unseres Vereins beim Draisinenrennen auf der Liliputbahn im Wiener Prater und errang aus dem Stand heraus den 7. Platz von 14 gemeldeten Manschaften.
Kein Interesse an der Entwicklung des Schienenverkehrs in der Region?
Die Deutsche Bahn AG konzentriert sich auf den prestige- und umsatzträchtigen Schnellverkehr: Moderne Hochgeschwindigkeitszüge wie der ICE fahren heute mit 350 Stundenkilometern durch die Landschaft, von der man als Fahrgast in Tunnels, über Brücken und zwischen Schallschutzwänden allerdings kaum noch etwas mitbekommt. Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als Bahnfahren noch ein Erlebnis für alle Sinne war, als man im Waggon das Klacken der Schienenstöße hören konnte und der Zug noch an jedem Bahnhof hielt?
Auch zwischen Uelzen und Dannenberg ist diese Zeit längst Vergangenheit, die einst wichtige Strecke zwischen dem mecklenburgischen Ludwigslust und Uelzen in Niedersachsen ist seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges unterbrochen, die Reststrecke seit 1996 stillgelegt. Trotzdem blieben die Gleise liegen, die Bahn fiel buchstäblich in einen Dornröschenschlaf.
Jetzt droht der „Ostheide-Elbe-Bahn“ das endgültige Aus: die Gleise sollen abgebaut, die Schienen verschrottet und die Trasse entwidmet werden. Um das zu verhindern, wurde im April 2009, 85 Jahre nach der Eröffnung der Bahnstrecke Uelzen-Dannenberg, der Förderverein „Ostheide-Elbe-Bahn“ e.V. gegründet. Wir wollen die Bahnstrecke erhalten und wieder erlebbar machen. Für touristische Zwecke als Museumsbahn oder als Draisinenstrecke. Mit der Option auf eine spätere Nutzung für den Schienenpersonennahverkehr.
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